Der Kunstverein Friedrichstadt e.V.

Im Herbst 1990 gründeten Künstler, Kunstinteressierte und Kulturwissenschaftler den Kunstverein Friedrichstadt e.V. Der Name bezieht sich auf die kulturhistorisch interessante Mitte Berlins. Die Galerie des Kunstvereins in der Chausseestraße von Berlin-Mitte befindet sich in unmittelbarer Nähe der Oranienburger Straße, die mit dem Tacheles, den Kunsthöfen, der jüdischen Synagoge und den vielfältigen kulinarischen Genüssen Anziehungspunkt für Flaneure aus aller Welt geworden ist. Direkt neben dem Kunstverein ist der berühmte Dorotheenstädtische Friedhof, auf dem Hegel, Fichte, Schinkel, Brecht, Heinrich Mann, Heiner Müller begraben sind

Im gleichen Gebäudekomplex ist in Brechts ehemaligem Wohnhaus die Forschungsstätte und Archiv zu Brecht untergebracht und die Brechtkneipe und der Museumspädagogische Dienst zu finden. Seit kurzem gehört auch der Neue Berliner Kunstverein zu unseren Nachbarn. Weitere Galerien, kulturell und sozial tätige Vereine, Start-Up-Firmen und Künstlerwerkstätten in den Hinterhöfen, alternative Läden und Cafés und vieles mehr prägen unsere Straße und geben ihr ein einzigartiges Flair.

Anliegen der Gründungsmitglieder war es, jungen begabten Künstlern und Künstlerinnen aus Ost und West an der pulsierenden Nahtstelle des wiedervereinigten Berlins die Möglichkeit zu bieten, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Das Konzept, Kontakte zwischen Künstlern aus Ost und West zu knüpfen, ist aufgegangen. Trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen ästhetischen Auffassungen und des unterschiedlichen kulturellen Kontextes, aus dem die Künstler kommen, empfinden sie es als anregend und befruchtend, ihre Arbeiten vorzustellen.

Die Galerie des Kunstvereins Friedrichstadt entwickelte sich sehr bald zum Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte aus Ost und West. Aus der fruchtbaren Kommunikation entstanden gemeinsame Ausstellungen und ein reger Austausch mit überregionalen und internationalen Galerien und kulturellen Institutionen.

Das Angebot der Galerie wird dominiert von Malerei, Graphik, Fotografie und Plastik; Präsentationen von Aktionskunst, Videoinstallationen und Kostümgestaltung bildeten dagegen Ausflüge ins Experiment.

Zum Kreis der präsentierten Künstler gehören inzwischen Maler, Graphiker, Bildhauer und Fotografen aus mehreren europäischen Ländern.

Durch die Galeriearbeit auf die schwierige materielle Lage vieler Künstler aufmerksam geworden, entwickelte der Verein das Projekt pro-artis (siehe www.pro-artis.org). In diesem Modellprojekt werden neue Wege erprobt, neben der klassischen Kunstproduktion neue, artverwandte Tätigkeitsfelder für Künstler insbesondere an Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Museen, Seniorenzentren und Kitas zu erschließen.

 

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